Häkeln/stricken – deutsch / deutsch – handarbeiten

Als ich vor knapp einem Jahr begann mich intensiver mit meinem Hobby auseinanderzusetzen und in diversen Facebook-Gruppen aufschlug, stand ich erstmal wie die Kuh vorm Tor. Da wurde mit Begriffen herumgeworfen, dass einem Angst und Bange wurde. Ich hatte das Gefühl, bei Außerirdischen mit einer eigenen Sprache gelandet zu sein. Von UFOs war da die Rede, von Bobbels und anderen mysteriösen Dingen.

Damit du leichter klar kommst in der Woll-Szene, hier eine (unvollständige und nicht ganz ernst gemeinte) Auflistung bestimmter Abkürzungen und Insiderbegriffe – kannste auf jeder Party damit glänzen. 😉

PS: Wenn dir noch welche einfallen, freu ich mich, wenn du diesen Beitrag hier kommentierst und wir so mit der Zeit ein hübsches Lexikon zusammenstellen können.
PPS: Und noch mehr freue ich mich, wenn du den Beitrag auf Facebook oder sonstwo mit anderen teilst.

Begriffe in alphabetischer Reihenfolge

Abkürzungen: ich glaube, dafür erstelle ich einen neuen Beitrag, bis ich hier jetzt fM, Stb, LM, LL, KM, rM, lM etc erklärt hab, ist der Tag rum. 😉

Amigurumi: was ich nicht aussprechen kann, arbeite ich auch nicht. Und diese kleinen (wenngleichs ehr süßen) Tierchen und Figuren sind ohnehin nur etwas für wen mit einem laaangen Geduldsfaden und Gynäkologenhänden. (das Wort kommt übrigens aus dem japanischen und setzt sich aus den Worten „stricken“ und „verpacken, einhüllen“ zusammen, nur so als Hinweis)

an der Nadel hängen: gemeint ist natürlich die Häkel- oder Stricknadel, aber genauso wie Süchtige muss dieses Teil immer griffbereit sein, egal ob Wartezimmer, Flughafen oder im Auto.

Anleitungsgeier: „Und hast du da vielleicht die Anleitung dazu?“ Ein Satz, so lieblich formuliert, der Profis die Haare zu Berge stehen lässt. Es gibt Damen, die, egal, was sie sehen, die Anleitung haben wollen. Kostenlos natürlich. Arbeiten werden sie diese Teile nie, denn selbst wenn sie 268 Jahre alt werden würden, hätten sie nicht mal die Hälfte der gehorteten Anleitungen in die Tat umgesetzt.

annadeln: ähnlich wie –>anschlagen, klingt aber niedlicher und bezeichnet nichts anderes, als das drölfhundertfuchzigste Teil anzufangen (und nach 5-10 Reihen im Kasten verschwinden zu lassen, so man zu den UFO-Sammlerinnen (–>siehe UFO) gehört).

anschlagen: erforderliche Maschenanzahl auf die Stricknadel bringen. Bei Häkelfans: endlose Luftmaschenschlangen erstellen und sich dann mühsam durch die erste Reihe quälen und sich und die Anleitungs-Erfinderin verfluchen, dass man sich so etwas antut.

Bobbel: auch Sternchen (die gibt es unter anderem –>hier), Wollie, Sweet oder ähnlich genannt. Korrekt heißt es Farbverlaufsgarn, wird handgewickelt aus mehrerer nicht verzwirnten Einzelfäden, bei denen alle paar hundert Meter ein Faden durch eine andere Farbe ersetzt wird.

Bobbeltasche, Bobbelbettchen: eine eigens handgenähte Tasche für ein Bobbelchen und Platz für Nadel und Schere. Wird meist mit kitschigsüßen Stoffmustern hergestellt und ist in keinem Laden zu finden. Versierte Näherinnen haben einfach eine Marktlücke entdeckt und nutzen sie schamlos aus.

c2c: Handarbeit, die von Ecke zu Ecke gearbeitet wird (Corner to Corner), hauptsächlich für Decken geeignet. Hat also nichts damit zu tun ein Stück in die Ecke zu schleudern vor lauter Frust.

CAL: englische Abkürzung für Crochet ALong, also gemeinsames Häkeln eines Handarbeitsteils. In Wirklichkeit geniales Marketinginstrument für Anleitunges- und Wollverkäuferinnen, um möglichst viele Leute in eine Gruppe zu bekommen, die sich auf der Suche nach der ultimativen Anleitung freiwillig als Testobjekte zur Verfügung stellen. Gibt es auch für Strickerinnen, dann heißt es KAL (–> siehe KAL)

Doubleface: eine Strickmethode, wo die Rückseite farblich gegengleich aussieht wie die Vorderseite. Ein Highend-Teil für UFO-Sammlerinnen. Wird nur fertig, wenn man den Gleichmut eines Esels besitzt.

Fallmaschen: Man könnte meinen, es handle sich hierbei um einen ungeschickten Neueinsteiger, der ständig seine Maschen fallen lässt. Weit gefehlt, es gibt Leute, die machen das ABSICHTLICH! Um Löcher zu erzeugen, bei denen Neulinge in bittere Tränen ausbrechen, weils mal wieder nicht geklappt hat. Wer bisher noch nicht überzeugt war, dass Häkel- und Stricktanten alle einen an der Klatsche haben, dürfte jetzt der letzten Zweifel beraubt sein.

Filethäkeln: kann auch von Veganern gemacht werden, weil das Teil witzigerweise gar nichts mit Fleisch zu tun hat. Feine Spitzenarbeit, die mit so irrigen Nadelstärken wie 0.5 gehäkelt wird.

gefacht: Im Gegensatz zu „verzwirnt“ werden hier die einzelnen Wollfäden nicht zu einen dicken, praktisch zu verarbeitendem Faden verbunden, sondern einfach lose nebeneinander  gelassen. Daraus macht man Wollknäuel, nennt sie Bobbel (–>siehe Bobbel) und hat eine prima Marktlücke entdeckt. Lässt sich aber wirklich gut verarbeiten, am besten zu Tüchern (–>siehe Virustuch) und ähnlichen nutzlosen Dingern.

Granny Square: ein unsäglich einfaches und altmodisches Häkelmuster, frei übersetzt: „Omas Quadrate“. Man häkelt im Kreis, immer das gleiche und bastelt dann eine Decke oder einen Seelenwärmer (–>siehe Seelenwärmer) draus. Warum man das tut, weiß ich nicht – ich find das Muster furchtbar.
edit
: Ich wurde mehrfach darauf hingewiesen, dass es ganz viele (tolle) Muster gibt und dies nicht immer eintönig aussehen muss. Als Beweis möge das Mandala Madress herhalten, ein riesiges Viereck (so man es fertig schafft) aus vielen verschiedenen Mustern, bei dem am Schluß keiner weiß, was er denn nun damit tun soll. Wandteppiche sind ja nun auch nicht mehr so der Dauerbrenner in einer Wohnung.

Jasminmuster: Ein Sternchenmuster, das mehr Wolle frisst als Bud Spencer Bohneneintöpfe. Gehört aber dazu und man MUSS es mindestens einmal versucht haben. Ich natürlich wieder mal nicht…

KAL: englische Abkürzung für KnitALong, also gemeinsames Stricken. Geht auch mit häkeln (–> siehe CAL).

Knötchenalarm: gibt es nur bei Bobbelliebhabern (–>siehe Bobbel), denn dort werden Farbänderungen mit kleinen Knötchen verbunden. Die Freude, wenn so ein kleines (eigentlich in der Arbeit störendes) Element auftaucht, lässt manche in einem Wollgasmus (–>siehe Wollgasmus) ausbrechen.
Übrigens: So ein Knötchen am fadenhaltenden Finger muss UNBEDINGT und IMMER fotografiert und in diversen Handarbeitsgruppen gepostet werden! Dieses seltene Naturereignis muss der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden!

Magic Ring: keine Ableitung von „Herr der Ringe“, sondern eine besondere Art, eine Häkelarbeit zu beginnen. Dabei wird der Faden dermaßen kompliziert verdreht, dass er sich am Ende zusammenziehen lasst und man sich den Horror erspart, 24 Stäbchen in 4 Luftmaschen zu kriegen. Wie das relativ einfach geht, hab ich übrigens –>hier erklärt.

MM: Maschenmarkierer, meist kleine, selbstgefertigte Engelchen, Tierchen oder andere Gebilde, die man dort an die Handarbeit dranhängen kann, wo man sich bestimmte Maschen merken sollte.

Nadelspiel: Keine spezielle Technik aus der Sado-Maso-Szene, sondern 5 Nadeln, mit denen man mit etwas Geschick zum Beispiel Socken stricken kann.  besonders die ersten paar Reihen sind hochsensibel und erfordern höchste Konzentration. Man kann sich aber auch die Augen auspiksen oder sie als Schaschlikspieße verwenden.
PS bezeichnet auch eine sehr große Handarbeitsgruppe auf FB, aber um die geht es grade nicht.

Nadelticker: Reihenzähler; wird von Strickerinnen verwendet, die nicht mit Zettel und Strichliste arbeiten möchten.

Polytierchen: Wolle für Veganer. Garantiert tierfrei, dafür statisch leicht aufladbar und notfalls auch als Notstromaggregat verwendbar. (wissenschaftlich wird damit Wolle aus Polyester, Polyacryl oder ähnlich mit „Poly-“ beginnenden Suchtmitteln bezeichnet)

ribbeln, Ribbelmonster: auftrennen, Fehler beseitigen, ärgern. Meist kommt man erst ein paar Reihen später drauf, dass man etwas falsch gemacht hat und dann wird aufgetrennt oder eben geribbelt. Man sagt, das Ribbelmonster fordert bei jeder Handarbeit seinen Tribut. Manche lassen den Fehler drin und nennen es „persönliche Note“.

RVO: Raglan Von Oben; Bezeichnung für einen gestrickten Pulli, Poncho oder ähnliches, welcher vom Hals aus nach unten gearbeitet wird, um Farbverlaufsgarne (–>siehe Bobbel) auch beim Stricken verwenden zu können.

Schlauchdingens: DER Winterhit 2016, ein Schlauch mit unregelmäßigen Zunahmen, der um den Hals getragen wird. In den 80ern hieß das Schalhaube und war der Vorläufer zu Loops.

Seelenwärmer: Man könnte meinen, es handle sich um ein wärmendes Schnäpschen, aber nein, auch dieses (angezogen etwas unförmige) Tuch wird gehäkelt, am liebsten mit dem Granny Square-Muster (–>siehe Granny Square). Dieses Viereck ist schnell erstellt, wird dann seitlich zusammengenäht und… angeblich angezogen. Ich hab so ein Ding im Kasten hängen (weil probegehäkelt), anziehen würde ich es allerdings nie. Manche Dinge muss man halt einmal gemacht haben.

Seilsystem: Man könnte meinen, sie knüpfen sich Wolle zu einem Seil und gehen endlich raus an die frische Luft  um bergzusteigen oder so. Aber nein, das ist ein gefinkeltes System, um die unhandlichen Schnüre von Rundstricknadeln einer bestimmten Marke so zu verlängern, dass sie die richtige Länge haben. Noch nicht getestet, aber wenn, dann gibt es sie bei mir im Shop zu kaufen.

Springwolle: gemeingefährliche Wollknäuel, die ohne eigenes Zutun und Vorwarnung in den Einkaufskorb hüpft. Obwohl man sich fest vorgenommen hat, NIE wieder Wolle zu kaufen, bevor die daheimliegenden Berge nicht verbraucht sind.

Stino: Abkürzung für stinknormale Socken. Die Verbindung von „stink“ und „Socken“ hielt mich bisher erfolgreich davon ab, so etwas auch nur in Erwägung zu ziehen.

sträkeln: Ein Zwischending zwischen stricken und häkeln. Richtigerweise gehört der Begriff zum „tunesisch häkeln“, wird aber oft als Gesamtwort für die eigenen Handarbeitsvorlieben verwendet.

Strickding: Nein, uns gehen nicht die Wortfindungen aus, das Ding heißt wirklich so. Im Prinzip eine größere Strickliesl, mit der man Socken „stricken“ kann. Jede echte Sockenstrickerin beginge in der Sekunde Harakiri mit ihren besten Bambusnadeln, bevor sie so ein Strickding verwenden würde.

Strickliesl: keine liebevolle Bezeichnung für Strickerinnen, sondern ein Holzteil mit Loch in der Mitte und 4 Metallschlaufen oben. Man kann daraus einen dünnen Schlauch stricken, mit dem man weiß Gott was anstellt. Weckt meist Kindheitserinnerungen.

tunesisch häkeln: hat leider nichts mit Urlaub zu tun und häkeln am Strand, sondern bezeichnet eine eigene Technik (mit eigenen Nadeln, die man sich natürlich vorab SOFORT zulegen muss), bei der wie beim Stricken erst alle Maschen auf die Nadel genommen werden und dann rückwärts wieder abgearbeitet (–>siehe sträkeln)

türkische Wolle: Billigprodukte in quitschbunten Farben aus der Türkei importiert und an gutgläubige Europäerinnen verkauft. Über die Qualität kann ich nichts sagen, ich kenn die Wolle nicht. Diese Erklärung ist also völlig subjektiv und voller Vorurteile verfasst. Möglicherweise ist es auch die beste Wolle weltweit.

UFO: UnFertiges Objekt, also alles, was mit großer Begeisterung begonnen, aber niemals fertig wurde. Mittlerweile gibt es auf Facebook eine Selbsthilfegruppe für UFO-Sammlerinnen. Der Rekord liegt bei 40 begonnnenen Teilen, das älteste ist an die 30 Jahre alt.

Umschlag: Weder kalt noch warm und auch nicht für diverse Wehwehchen gedacht. Man wickelt den Wollfaden öfters um die Nadel, um ihn ihn der nächsten Reihe einfach wieder fallen zu lassen (–>siehe Fallmaschen). Dadurch entstehen Löcher,… aber das hatten wir schon. Auch beim Häkeln sind Umschläge sehr beliebt, um damit überhaupt etwas anderes als feste Maschen häkeln zu können. Hier darf der Faden allerdings keineswegs fallen gelassen werden, sonst hat man erst gar keine Masche. Alles sehr kompliziert.

Virustuch: Keine Krankheit, auch wenn man glauben könnte, die Schweinegrippe hätte ein 2. Revival erfahren. Ein einfach zu arbeitendes Tuch, dessen Anleitung sich wie ein Virus im Netz verteilte. JEDER Neuling MUSS mindestens ein Virustuch gehäkelt haben, um dazuzugehören. Ich bin kein Neuling mehr und hab keins, weil ich Halstücher generell blöd finde. Was die Damen allesamt mit den unzähligen Tüchern machen, die sie produzieren, ist mir sowieso ein Rätsel.
Besonderheit: obwohl es so weitverbreitet ist, finden Newcomer NIEMALS die ANleitung auf Anhieb und fragen in den Gruppen erstmal nach. Google spuckt ja auch nur 36800 Ergebnisse aus – wie soll man da was finden?

von der Nadel gehüpft: liebevolle Bezeichnung für das überraschende, plötzliche Fertigstellen einer Handarbeit, die man vorher 200x verflucht hat und am liebsten aus dem Fenster geworfen hätte. Impliziert aber die Leichtigkeit, mit der das Stück ganz überraschenderweise fertig wurde und nicht als UFO (–>siehe UFO) endete.

WIP: nein, das ist keine wahnsinnig impertinente Person (auch –>Anleitungsgeier genannt), sondern bedeutet Work In Progress, also eine hübscher Umschreibung für ein UFO (–>siehe UFO), weil diese Wortkombination vorgaukelt, man würde das Ding jemals fertigkriegen. (wird auch PiA genannt, also Projekt In Arbeit, bedeutet aber das Gleiche: es ist NICHT fertig!)

Wolldealer: Handarbeitsgeschäft des Vertrauens, in letzter Zeit vermehrt online in Facebookgruppen zu finden, wenns für einen Onlineshop nicht reicht. Heiße Ware sind natürlich Bobbel, manchmal findet man aber auch Maschenmarkierer (–>siehe MM), Bobbeltaschen (–>siehe Bobbeltaschen) oder anderen Kleinkram.

Wolldildo: Ein Stab, der auf einer Platte montiert wird, um darauf seine Bobbel (–>siehe Bobbel) so abwickeln zu können, dass er kein Eigenleben entwickleln kann und ständig herumrollt wie ein Punschhüttenbesucher nach dem 7. Becher (ich weiß, wovon ich rede). Was die Damen der Nadelkunst sonst noch damit anstellen, möchte ich nicht weiter ausführen.

Wollgasmus: Ein plötzlicher Hormonüberschuß beim Fertigstellen einer Arbeit oder bei der Sichtung freilaufender Wolle.

Wollkaufverbot: meist selbst auferlegt, manchmal auch vom Göttergatten erzwungen. Tritt dann ein, wenn man die Schallgrenze von „mehr Wolle daheim als 12 Inderinnen in 24 Leben verarbeiten können“ überschritten hat. Also cirka alle 2-3 Wochen. Das Wollkaufverbot wird für mindestens 4-8 Monate ausgerufen, und im Normalfall nach 4-8 Stunden aufgehoben, weil man ENDLICH genau DIE Wolle gefunden hat, die man seit Wochen und Monaten sucht. Eine andere Vorgehensweise ist, sich vorzunehmen, vorher mindestens 3 UFOs (–>siehe UFO) fertigzustellen,b evor man sich neue Wolle zulegen darf. Klappt auch nur so mittel, weil all diese anfangs so begierig begonnenen Objekte allesamt plötzlich megalangweilig und unnötig erscheinen.

Wollkotze: Das passiert, wenn man den Faden von innen heraus abarbeitet und sich ein ganzes Bündel Wollfaden löst. Dann hat man ein Fadendurcheinander vor sich liegen, welches es vorsichtigst und meist mühevoll aufzulösen gilt. Auch beim Ribbeln (–> siehe ribbeln) sieht der Wollhaufen danach so aus (und meist ist einem selber auch zum Kotzen, wenn man ribbeln muss).

Wolllolli: Eine eigens angefertigte Häkelnadel, sozusagen der Ferrari unter den Häkelnadeln. Sauteuer (das ist nur eine Vermutung), und kann auch nichts anderes als Häkeln. Aber das Who-is-Who der Häkelszene braucht mindestens eine – und sei es nur, um sie den neiderfüllten Sozialhäklerinnen in diversen Häkelfacebookgruppen präsentieren zu können. (bevor hier ein Shitstorm losbricht: ich kenne diese Häkelnadeln nicht und will auch niemanden zu nahe treten oder beleidigen, meine Ausführungen beruhen also auf absoluter Nichtkenntnis der Sachlage!)

Wolllust: braucht keine weitere Erklärung, alles was mit Wolle zu tun hat, löst bei uns Handarbeitsfreaks seeeehr gute Gefühle aus.

Wollsucht: Wie der Name schon sagt, ist man süchtig. Je länger die Sucht dauert, desto mehr braucht man davon. gekauft wird sie beim Dealer (–>siehe Wolldealer) oder erhält sie als Springwolle (–>siehe Springwolle). Um seine Sucht rechtzufertigen, werden Bilder von (je nach Natuerell) aufgeräumten Lagerhallen oder unkontrollierbaren Wollbergen gepostet, um andere um a) Mitleid anzuflehen oder b) anzugeben, was man nicht alles hat. Die Kommentare darunter reichen von „ich hab aber MEEHR“ (in Sandkastenlautstärke erzählt) bis zu „wow, du hast aber echt ein Problem“ (in oberlehrerhaftem Tonfall intoniert). Aber zumindest kann man sagen, dass man seine Sucht nicht vertuscht, sondern öffentlich dazu steht.

Zopfnadel: wird beim Stricken benötigt, um sich ganz klassisch die Finger zu brechen. Und schöne Zöpfe zu erstellen. Rutscht meistens aus den Maschen raus, trotz Bogen in der Mitte.

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31 Kommentare zu “Häkeln/stricken – deutsch / deutsch – handarbeiten

  1. Super Beitrag! Sehr witzig geschrieben, man findet sich in vielem wieder. Wie wäre es, das Virustuch zu erklären? Mich hat das am Anfang ziemlich verwirrt. Seelenwärmer wäre auch noch was, und Jasminmuster. So als Mega-Trends der letzten Jahre 🙂 Ach ja. Und türkische Wolle 😀

    • Die Ideen werde ich doch sofort einarbeiten, vielen Dank. <3
      (jetzt musste ich doch glatt mal googeln, bevor ich den Beitrag editieren konnte.) *grins*

  2. Martina Muhs am :

    Klasse geschrieben, genau auf den Punkt gebracht. ?

  3. Hallo,
    super geschrieben,
    z.Zt. kursieren ja die Zopfbeanies und Sternkissen durch die Gruppen 😉
    zum Glück halte ich von diesen Massenprodukten nicht sehr viel 😉
    liebe Grüße

  4. Lustig zusammen gefasst nur bei granny square möchte ich anmerken,es gibt mehr granny square muster zwischen Himmel und Erde als unser vetstand zu erfassen bereit ist ? sogar ein paar hübsche darunter.. mandala madness könnte hier sicherlich auch noch einen Platz finden,ich bin mir sicher das du auch diesen Trend mit einer gesunden Portion Humor erklären kannst ??

  5. Ja, liebe Bettina, ich habe mich köstlich amüsiert. Präzise und amüsant dein Beitrag. Würde seehr gerne mehr lesen.

  6. Super geschrieben. Danke, das hat mir die U-Bahn-Fahrt versüßt.
    Mir wäre noch eingefallen: „gefacht“ , „WIP“ (im Gegensatz zum UFO ist der Abschluss des Work in progress absehbar), eventuell wäre „Ravelry“ auch noch interessant, grade für die Anleitungsgeier! 😉

  7. Toll!!
    Ich hab mich köstlich amüsiert über deine witzige Art, die kleinen Eigennarten und Macken von uns Handarbeitsfans zu beschreiben.
    Zur Ergänzung: Bobbels werden gelegentlich auch Törtchen genannt … ich dachte erst mal auch an was leckeres und eine Einladung zu Kaffee und Kuchen 😉
    Zum Ufo passen auch noch die Abkürzungen PiA=Projekt in Arbeit, in Neudeutsch auf WiP=Work in Progress genannt 😉
    Liebe Grüße
    brigitte

  8. Ich hab erst bei „A“ angefangen und werde mich bis heute ( oder morgen, oder übermorgen ) bis “ Z “ weiterdurchlesen. Ich finde es super liebe Bettina, das du Dir die Mühe machst das ganze Kauderwelsch der Handarbeitswelt zu entwirren; ähnlich wie beim auftrennen, wenn sich alles verheddert hat. Danke dafür.☺?

  9. so, jetzt kenn ich die begriffe alle – ich glaub, ich darf mich zu den wolljunkies zählen ?. find die erklärungen spitze!! ?

  10. Hab auch schmunzeln müssen bei deinen Formulierungen! Bobbel gibt es auch als Candy! Ich finde es super, dass du uns weiter an deinen ideenreiche Ergüssen teilhaben lässt! Danke!?

  11. Ich finde das großartig geschrieben!
    Ich gebe auch noch gern meine Vorschläge dazu ab:
    Patent, Halbpatent, Perlmuster. Bei den ersten beiden hab ich selbst keine Ahnung wie man das macht.
    Und was auch noch und diese Sammlung passt, ist das Wort „Links“. Entweder will sie jeder haben oder es sind Pflichtangaben bei einem Posting.
    Ach ja… Und dieser Socken-Zauber/ Wunder: diese mini Rundstricknadel von Addi.
    Mach bitte weiter mit diesem „Übersetzer“

  12. bei S könnte die Sophie noch mit rein ; oder ist das zu speziell ? Hast du dir das gut überlegt mit dem Übersetzer Lexikon ? Ob das je fertig wird !? Danke für deine Arbeit

    • Klar hab ich das (ich hab mir nicht mal beim Schreiben was überlegt *lach*). Nein, Spaß – es macht unglaubliche Freude, eure Begriffe auf Zuruf einzufügen und das Lexikon ständig zu erweitern.
      Es bleibt also spannend. Dranbleiben. 😉

  13. Sophies Universe ist auch so ein Dauerbrenner unter den Häklern. Ein Riesen Mandala

    • Ich überleg noch, ob ich diese Projektnamen in einen eigenen Artikel packe oder nur manche aufnehme. Ich will ja auch niemanden zu nahe treten.

  14. Petra Kadioglu am :

    Schönen Sonntag geliebter Boss 😉
    Ich glaube der „WollLolli“ darf auch nicht fehlen.. ist zwar bisschen Werbung für einen gewissen Herrn.. aber er stellt wunderschöne Griffe für Häkelnadeln mit tollen Holzarbeiten her und macht daraus den WollLolli, den jeder Insider irgendwann n seinem Leben besitzen muss (den Eindruck machen viele Posts zumindest) um endlich mal vernünftige Arbeiten vorweisen zu können 😉

  15. Pinterest wäre noch erklärenswert. Ansonsten topp. Hab mich gut amüsiert. Findet sich jeder wieder. Vielen Dank dafür. LG und schöne Feiertage, Heike

  16. Einfach Spitze, hab mich köstlichst amüsiert (ging von leichtem Lächeln, über breites Grinsen bis hin zum Lachanfall) – und bei so mancher Erklärung finde ich einen roten Faden, der zu mir führt 😉

  17. Pingback: Über einen zehnjährigen Stricklehrer, die geheime Stricksprache und einen Tipp in Sachen Lacestricken – Inspiration No. 149 | Gemacht mit Liebe

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